Clonaid-Chefin Boisselier bedauert Tod von Dolly

18. Februar 2003, 18:46
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"Schaf hätte mit Sicherheit länger leben können"

Washington - Die Chefin der umstrittenen US-Firma Clonaid, Brigitte Boisselier, hat die Einschläferung des Klonschafes Dolly kritisiert. Sie bedaure, dass das erste geklonte Schaf "ermordet" worden sei, "da es mit Sicherheit länger hätte leben können", erklärte Boisselier am Dienstag. "Wieder einmal wird alles getan, um Klonen als ein Scheitern darzustellen, obwohl Dollys Leben ziemlich normal verlaufen ist", hieß es in der Erklärung weiter.

Das erste geklonte Säugetier war am Freitag im Alter von sechs Jahren wegen einer fortschreitenden Lungenkrankheit eingeschläfert worden. Dollys Geburt 1996 war eine wissenschaftliche Sensation, da es bis dahin als unmöglich galt, ein erwachsenes Säugetier zu klonen. Nachfolgend wurde bei geklonten Tieren immer wieder ein vorzeitiges Altern festgestellt.

Ende Dezember hatte die französische Wissenschafterin die Geburt des ersten angeblichen Klon-Babys namens "Eve" bekannt gegeben. Seitdem verkündete sie die Geburt von vier weiteren geklonten Menschen. Beweise blieb ihre Firma bisher schuldig. Clonaid wurde von der Raelianer-Sekte gegründet, die glaubt, dass Klonen den Menschen das ewige Leben ermöglicht. Der Sekte zufolge wurde die Menschheit vor 25.000 Jahren von Außerirdischen durch Klonen geschaffen. (APA/AFP)

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Klonen

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