Römische Leichenwagen in Nordostgriechenland

17. Februar 2003, 12:18
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Griechische Archäologen entdeckten Vierrad-Kutschen altrömischer Spitzenbeamter bei Evros

Athen - Altrömische Spitzenbeamte wurden im ersten Jahrhundert nach Christus in Vierrad-Kutschen nach Art eines Triumphwagens samt Pferden beerdigt. Dies ergibt sich nach Angaben griechischer Archäologen aus den Funden einer Ausgrabung im äußersten Nordwesten des Landes. Insgesamt haben die Archäologen in der griechisch-türkischen Grenzregion von Evros vier solche Leichenwagen mit Pferde-Skeletten ausgegraben. Dies berichtete die griechische Presse am Freitag.

Der Chef der Archäologischen Behörde der Region Thrazien, Diamantis Triantafyllos, bezeichnete die Funde im griechischen Rundfunk als "einmalig". "Die Räder der Wagen sind in einem nahezu perfekten Zustand fast 2000 Jahre lang erhalten geblieben", sagte der Archäologe.

Überführung

Die Wissenschaftler gehen nach diesen Funden davon aus, dass die verstorbenen Mitglieder der gehobenen Klasse der römischen Zeit mit diesen Leichenwagen-Kutschen zunächst zum Ort ihrer Verbrennung übergeführt wurden.

"Nach der Verbrennung der Leichen wurden auch die Pferde getötet. Die Asche des Verstorbenen, die Pferde und die Reste der Wagen wurden anschließend zusammen beerdigt", sagte der Archäologe. Bei dem Fund handele es sich offenbar um die Grabstätte einer römischen Verwalter-Familie, hieß es. (APA/dpa)

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