Hrdlicka kritisiert USA

14. Februar 2003, 12:07
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'Klar, dass man nicht anders als gegen die US-Machtpolitik sein kann'

Berlin - Am Rande der ersten offiziellen Feier zu seinem 75. Geburtstag (am 27. Februar) kritisierte der Bildhauer Alfred Hrdlicka Donnerstag Abend in Berlin die USA in der Irakfrage. Bei der Eröffnung einer bis 14. März im Berliner Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, laufenden Ausstellung mit Zeichnungen und Graphiken aus der Sammlung Ernst Hilger, sagte der Künstler, es sei klar, dass man "nicht anders als gegen die US-Machtpolitik sein" könne.

Massenvernichtungsarsenal

Wörtlich sagte Hrdlicka, die Vereinigten Staaten würden dem Irak vorwerfen, Massenvernichtungswaffen zu besitzen, verfügten aber selbst über das größte Massenvernichtungsarsenal der Welt: "Wieso haben sie das Recht, anderen Leuten den Krieg zu erklären?" Dass es tatsächlich zu einem Krieg kommen werde, könne er sich schwer vorstellen. Es muss doch möglich sein, die USA in Zaum zu halten." Dem gegenüber bezeichnete Hrdlicka die Haltung Deutschlands für richtig: "Schröder hat auch die Wahl gewonnen, weil er gegen den Krieg ist." (APA)

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