Studien: Menopausebrot wirkt durch Placeboeffekt

14. Februar 2003, 10:57
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Funktionelle Lebensmittel halten nicht immer ihre Versprechen

Stuttgart - Mit pflanzlichen Östrogenen angereichertes Menopausebrot soll Wechseljahrebeschwerden der Frau lindern. Doch solche so genannten funktionellen Lebensmittel halten nicht immer, was sie versprechen, wie ErnährungsexpertInnen in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" berichten.

Nach Angaben von Sabine Kulling von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe ist beispielsweise die Wirkung des Menopausebrotes nicht bewiesen. Die bisherigen Studien würden nur einen ausgeprägten Placeboeffekt zeigen.

"Auch für den Schutz der Phytoöstrogene vor Brustkrebs und Osteoporose fehlen die überzeugenden Daten", sagt Kulling. Ziel der extra mit Nährstoffen angereicherten Lebensmittel ist es, dass die VerbraucherInnen einen konkreten gesundheitlichen Nutzen erlangen.

Jogurt

Belegt ist dies zumindest für probiotischen Jogurt. Die mit speziellen Bakterien angereicherten Jogurts können sich nach Angaben der Bonner Oekotrophologin Maike Groeneveld im Darm ansiedeln. "Eine präventive Wirkung gegenüber allergischen Erkrankungen und infektiösen Durchfallerkrankungen wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen", sagt die Ernährungsexpertin.

Insgesamt müsse bei den funktionellen Lebensmitteln jedes Produkt einzeln auf seine gesundheitliche Wirkung überprüft werden. Um gesund zu essen, müssen VerbraucherInnen aber nicht auf diese meist teurere Nahrung ausweichen. So könne bereits der tägliche Verzehr eines Apfels vor Krebserkrankungen schützen. Fettreiche Fische wie die Makrele wirkten mit ihrem reichen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren vorbeugend gegen Herzkreislauferkrankungen. (APA/AP)

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