Irak erwartet "positiven" UN-Bericht

13. Februar 2003, 22:54
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Parlament in Bagdad berät Verbot von Massen- vernichtungswaffen

Dubai - Der Irak erwartet von den UNO-Chefinspektoren Hans Blix und Mohamed ElBaradei am Freitag vor dem Weltsicherheitsrat einen "positiven" Bericht über die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen. Blix und Baradei hätten einen günstigeren Bericht zugesagt, sagte der irakische Verbindungsmann für die Inspektoren, General Hossam Mohamed Amin, am Donnerstag im Fernsehen des Emirats Dubai. Der Irak habe alle geforderten Informationen geliefert und zuletzt auch den Überflug von U2-Spionageflugzeugen gestattet. Ende Jänner hatte die Chefinspektoren den Vereinten Nationen erstmals Bericht erstattet und dem Irak ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

Das irakische Parlament wollte am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über ein gesetzliches Verbot von Massenvernichtungswaffen zu beraten, wie Amin weiter sagte. Der Irak entspreche damit einer UNO-Forderung. Die in einem Expertenbericht als Verstoß gegen UNO-Bestimmungen aufgeführten El-Samud-Raketen werden nach Angaben Amins vom Irak noch nicht hergestellt. Die Rakete sei in der Erprobungsphase. Bei einigen Tests seien die Geschosse aufgrund "technischer Fehler" mehr als 180 Kilometer weit geflogen. Dem Expertenbericht zufolge haben die El-Samud-Raketen eine größere Reichweite als die erlaubten 150 Kilometer. (APA)

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