Khol optimistisch: "ÖVP kann von den Grünen lernen"

13. Februar 2003, 20:07
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Nationalratspräsident dementiert, dass seine Partei Neuwahlen anstrebe: "Wir denken nicht im Traum daran"

Wien - Optimistisch beurteilt Nationalratspräsident und ÖVP-Koalitionsverhandler Andreas Khol nach wie vor die Chancen für eine schwarz-grüne Koalition. "Keine Klippe" sieht er im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung". Das Gerücht, die ÖVP strebe in Wirklichkeit eine neuerliche Nationalratswahl an, weist Khol entschieden zurück: "Wir denken doch nicht im Traum an vorzeitige Wahlen. Das ist ein Phantom."

Am Mittwoch hatte Wiens Bürgermeister Michael Häupl gemeint, die Volkspartei habe bereits neue Wahlplakate in Vorbereitung. Dazu Khol: "Da sind dem Fuchs die Trauben zu sauer".

Die ÖVP könnte von den Grünen Offenheit, die Grünen von den Schwarzen politische Verantwortung lernen, ist Khol überzeugt. Was etwaige Ergebnisse der Verhandlungen betrifft, gelte nach wie vor das Motto "Nix is fix. Dort, wo die Reformwilligkeit am größten ist, fällt die Entscheidung hin und die ist noch offen", so Khol.

Eine Chance sieht Khol darin, die ökosoziale Marktwirtschaft, die Politik der Nachhaltigkeit, akzentuieren zu können. "Wir werden durch die Konfrontation mit dieser politischen Kultur zu einer Generalinventur gezwungen. Wir müssen alle unsere Positionen überprüfen." Und die Risiken? Khol: "Das Risiko ist bei allen gleich: Dass man auf der Führungsebene Reformen vereinbart, aber dann Kräfte in der Partei quer schießen und das Ganze lahm legen." (APA)

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    Khol: "Wir denken doch nicht im Traum an vorzeitige Wahlen. Das ist ein Phantom."

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