Siemens forciert Smart-Card-Geschäft in Italien

13. Februar 2003, 18:25
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SBS mit Millionenaufträgen - Kompetenzcenter in Rom gegründet

Der IT-Service-Anbieter Siemens Business Services (SBS) will sein Smart-Card-Geschäft in Italien weiter ausbauen. Um die bereits laufenden Aktivitäten zu optimieren wurde nun in Rom ein Europäisches Center of Excellence für öffentliche Sicherheit und Identifikation gegründet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Laut Gartner Dataquest verspreche dieser Bereich jährliche Wachstumsraten von 15 Prozent. SBS habe in Italien im vergangenen Jahr große Aufträge gewonnen, die die Produktion von mehr als 350.000 Chipkarten beinhalten.

Neben einem Smartcard-Projekt für die italienische Armee ist SBS auch an dem "Elektronischen Personalausweis" für Italien sowie dem EU-Projekt "E-Poll", das elektronische Wahlverfahren in den EU-Ländern testet, beteiligt. Das Smartcard-Projekt des italienischen Innenministeriums sieht vor, dass mehr als 40 Mio. Italiener in den nächsten fünf Jahren einen neuen Personalausweis erhalten. Dieser erlaubt eine sichere Identifikation mittels digitaler Signatur und ist laut SBS wegweisend für die Verbreitung von weiteren E-Government-Anwendungen. Der Ausweis mit Mikrochip enthält außerdem die Daten der Krankenversicherungskarte und kann auch als Servicekarte etwa zur Identifizierung in Bibliotheken verwendet werden. Siemens Business Services hat in einer Testphase zusammen mit anderen IT-Partnern bereits 190.000 Chipkarten geliefert.(pte)

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