Kroatische Ärzte müssen arbeiten

13. Februar 2003, 16:27
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Regierung: Einmonatiger Streik der Spitalsärzte gefährdet "ganzheitlichen Gesundheitsschutz"

Zagreb - Die kroatische Regierung hat am Donnerstag den seit einem Monat streikenden Spitalsärzten die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit verordnet. Nach vier Wochen sei das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf ganzheitlichen Gesundheitsschutz gefährdet, wurde Gesundheitsminister Andro Vlahusic von der kroatischen Nachrichtenagentur Hina zitiert. "Das Streik-Recht ist ein Verfassungsrecht, aber das Recht auf Gesundheitsschutz ist ein noch größeres Recht", betonte Vlahusic.

Im vergangenen Monat habe es um 30 Prozent weniger Gesundheitsdienste als üblich gegeben, präzisierte der Minister. Die Spitalsärzte verlangen höhere Gehälter. Derzeit verdienen sie durchschnittlich etwa 900 Euro im Monat. Die Gewerkschaft verlangt für praktische Ärzte ein Mindestgehalt von 7.000 Kuna (935 Euro) und für Fachärzte von 9.000 Kuna (1.202 Euro). Insgesamt arbeiten etwa 7.000 Mediziner in den Krankenhäusern. Die Regierung äußerte die Bereitschaft, den Dialog mit den Ärzte-Vertretern fortsetzen zu wollen. (APA)

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