Italiener hoffen auf Kursplus bei Telekom

13. Februar 2003, 20:12
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Telecom Italia will derzeit nichts verkaufen

Die geplante weitere Privatisierung der Telekom Austria (TA) dürfte zunächst ohne Mitwirkung von Miteigentümer Telecom Italia laufen. Denn TI denkt derzeit nicht daran, ihre 14,8 Prozent an der TA zu verkaufen. "Wir haben ein Abkommen mit TA, die Beteiligung nicht vor Anfang 2004 zu verkaufen", sagte Konzernchef Marco Tronchetti Provera zum STANDARD. "Nur im Falle einer Absprache mit dem österreichischen Partner sei an einem früheren Verkauf zu denken." Verhandelt werde derzeit nicht.

Klar

Damit ist klar, dass die Italiener im Poker um einen möglichen Teilverkauf der TA an die Swisscom abwarten. Entschließt sich die Staatsholding ÖIAG, einen Teil ihrer 47,2 Prozent an der TA an die Schweizer zu verkaufen, sollte der Kurs der TA-Aktie steigen und damit der Erlös für TI - vorausgesetzt, es gibt eine Regierung, die der ÖIAG einen Privatisierungsauftrag gibt.

Keine Notverkäufe

Nach Abverkäufen im Volumen von 5,2 Mrd. € - darunter 15 Prozent an der TA und 25 an Mobilkom - zwecks Schuldenabbau stehen bei TI nun keine Notverkäufe mehr an. Die Kontrolle über den privaten TV-Sender La 7 will man behalten. Die Schulden betragen nun nur mehr 18,1 Mrd. €.

Nun soll der Konzern gestrafft und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 44,3 Prozent des Umsatzes weiter verbessert werden. (Thesy Kness-Bastaroli, Luise Ungerboeck, DER STABDARD, Printausgabe 14. Februar 2003)

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