Unilever Österreich 2002 mit Umsatzplus

13. Februar 2003, 14:20
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Knorr-Fabrik verkauft - "Aggressive Pläne" für 2003

Wien - Die Österreich-Tochter des britisch-niederländischen Nahrungs- und Waschmittelkonzerns Unilever kann - wie der Mutterkonzern - auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2002 zurückblicken. Das Umsatzwachstum habe im Durchschnitt 4 Prozent erreicht, sagte Finanzdirektor Günther Riessland am Donnerstag. "In diesem Umfeld" könne man mit diesem Ergebnis "sehr zufrieden sein". Der Umsatz werde demnach bei rund 450 Mio. Euro zu liegen kommen, wobei das Minus gegenüber 2001, als 460 Mio. Euro umgesetzt wurden, auf Firmenverkäufe zurückzuführen sei.

Starke Marken

Die Unternehmensstrategie, auf starke Marken zu setzen, habe sich einmal wieder bewährt, betonte Riessland. Die Präsenz der Marke Iglo sei wieder enorm gestiegen, auch bei Knorr laufe das Geschäft mit Rama und Becel gut. Als wahrer "Renner" habe sich Becel Proactiv herausgestellt, mit dem es Unilever gelungen sei, dem Gesundheits-Trend der Konsumenten Rechnung zu tragen. Gepunktet habe man vor allem mit Innovationen, so Riessland, wobei es zu "keiner Kannibalisierung" der Kundensegmente gekommen sei, sondern neue Kundenschichten angesprochen werden konnten.

"Aggressive Pläne"

Auch für das laufende Jahr 2003 habe man sich bei Unilever Österreich wieder "aggressive Pläne" gesteckt. Umsatzmäßig wäre "alles, was geringer als 2002 ausfällt, eine Enttäuschung", so der Finanzdirektor. Bei den Marken selbst werde sich nun nicht mehr viel ändern. Die Anzahl habe Unilever in den vergangenen Jahren deutlich gestrafft. An Innovationen in allen Bereichen werde es aber auch heuer nicht mangeln, vor allem bei Produkten "mit Gesundheitsaspekt" werde es einiges an Neuerungen geben.

Knorr-Fabrik verkauft

Ende 2002 hat sich Unilever von der Knorr-Fabrik in Wels getrennt und damit die industrielle Produktion in Österreich endgültig aufgegeben. Das Werk werde nun "in Partnerschaft" mit der Landgenossenschaft Ennstal geführt, die das Management der Fabrik übernommen hat. Im Grunde sei es ein "genialer Streich" gewesen, zumal die Produktion in Österreich gehalten werden konnte, die Produktentwicklung bei Unilever geblieben sei und auf der Kostenseite eine weitgehende Flexibilisierung erzielt werden konnte, so Riessland.

Mehr Gewinn

Unilever International hat 2002 seinen Reingewinn binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro gesteigert. Zugleich verringerte sich der Umsatz um 7 Prozent auf 48,76 Mrd. Euro. Die führenden Marken, auf die der Konzern in den vergangenen Jahren sein Geschäft konzentriert hat, machten 89 Prozent des Umsatzes aus und erlebten einen Zuwachs zwischen 5 und 6 Prozent. Es wurde eine Schlussdividende von 1,15 Euro (plus 9 Prozent) für Aktien des niederländischen Unternehmensteils und von 10,83 Pence (plus 10 Prozent) für den britischen Teil vorgeschlagen. Für das laufende Jahr erwartet Unilever ein weiteres Wachstum für seine führenden Marken zwischen 5 und 6 Prozent bei einem Umsatzanteil von mehr als 90 Prozent. (APA)

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