Übernahmerichtlinie: EU deutet Einlenken an

13. Februar 2003, 13:32
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Kommission zeigt sich angesichts deutscher Vorbehalte gesprächsbereit

Brüssel - Die EU-Kommission ist nach eigenen Angaben offen für Änderungen an der von ihr geplanten umstrittenen Übernahme-Richtlinie. Der Sprecher der EU-Kommission, Jonathan Todd, sagte am Donnerstag, bisher habe sich nichts an dem Richtlinienvorschlag geändert. Doch hoffe man auf einen konstruktiven Dialog mit dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat, um eine Lösung zu finden.

Die geplante Übernahmerichtlinie hatte bei der deutschen Regierung starke Vorbehalte ausgelöst. Den Plänen zufolge sollen in Deutschland erlaubte Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Firmenübernahmen verboten werden. Zugleich dürften aber in anderen EU-Staaten existierende Abwehrmöglichkeiten beibehalten werden. Darin sieht die Bundesregierung eine Benachteiligung Deutschlands.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Donnerstag berichtet, zwischen Deutschland und EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein zeichne sich eine Annäherung bei dem strittigen Thema ab. (APA/Reuters)

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