Proteste bei Madrids Kunstmesse ARCO

13. Februar 2003, 13:30
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Anti-Kriegs-Themen vor und auf den Leinwänden - Großveranstalter hofft auf Ausbleiben von Gefechten

Madrid - Im Zeichen eines drohenden Irak-Krieges hat am Donnerstag die internationale Kunstmesse ARCO in Madrid ihre Pforten geöffnet. Knapp 280 Galerien aus 28 Ländern zeigen bis zum 18. Februar Werke bekannter Künstler und junger Talente aus aller Welt, Schwerpunktland ist in diesem Jahr die Schweiz.

Rundgang mit Rahmenthema

Viele der gezeigten Objekte beschäftigen sich mit dem Thema, so etwa ein Porträt eines gealterten US-Präsidenten George Bush, das mit der Aufschrift "Stop Bush, Stop War!" übersprüht ist.

Beim traditionellen Rundgang von König Juan Carlos und Königin Sofia am Mittwochabend demonstrierten rund 20 Studenten mit roten T-Shirts und Transparenten gegen eine militärische Intervention im Irak.

Verkaufshoffnungen intakt

Trotz der Irak-Krise sei der Verkauf von Kunstwerken aber in Europa nicht zurückgegangen, sagte ARCO-Direktorin Rosina Gomez-Baeza. Das könnte sich aber ändern, sollte tatsächlich ein Krieg ausbrechen. Die ARCO ist eine der größten Kunstmessen der Welt. Im vergangenen Jahr kamen fast 200.000 Besucher.

Das teuerste Gemälde ist das Ölbild "Studie für ein Porträt" von Francis Bacon (1909-1992), das für acht Millionen Euro angeboten wird. Zu weiteren Schaustücken der Messe zählen Werke von Picasso, Giacometti, Matisse, Delaunay, Miro, Klee oder Leger. (APA/dpa)

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    ARCO 2003: Zeichnungen von Eduardo Chillida, aus Protest schwarz verhüllt. Die Aufschrift: "No a la guerra"

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