Inspektoren interviewen ohne staatliche Aufsicht

13. Februar 2003, 08:00
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Befragung von irakischem Wissenschaftler zum Atomwaffenprogramm und Gespräch mit ranghohem Diplomaten

Bagdad - Die UN-Inspektoren im Irak haben abermals einen irakischen Wissenschaftler ohne staatliche Beaufsichtigung zum Atomwaffenprogramm Bagdads befragen können. Wie aus Kreisen des Rüstungskontrollteams am Mittwoch verlautete, arbeitete der betroffene Forscher früher an der Entwicklung einer Zentrifuge zur Herstellung angereicherten Urans. Dieses könnte für den Bau von Atombomben verwendet werden.

Des weiteren wurde den Angaben zufolge ein ranghoher irakischer Diplomat befragt, der nicht näher bezeichnet wurde. Dem irakischen Außenministerium zufolge handelte es sich um einen Botschafter im Ruhestand. Er sei zu amerikanischen Vermutungen befragt worden, dass der Irak nach 1998 Uran aus dem afrikanischen Staat Niger importiert habe. (APA/AP)

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