Bush erklärt Marines Irak-Politik

13. Februar 2003, 09:49
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Truppenbesuch des US-Präsidenten, der seinerseits von US-General Tommy Franks unterrichtet wird - Angeblich bereits Vorbereitungen zweier US-Spezialeinheiten im Irak

Washington - Präsident George W. Bush will bei einem Truppenbesuch auf einem Marinestützpunkt für seine Irak Politik werben. Bush werde am Donnerstag in Jacksonville (Florida) auf dem Stützpunkt Mayport mit der Besatzung der "Philippine Sea", die nach der Seeschlacht im zweiten Weltkrieg benannt ist, zusammenkommen, teilte US-Präsidialamtssprecher Ari Fleischer am Mittwoch in Washington mit. "Er wird ihnen die Botschaft überbringen, wie sehr die Vereinigten Staaten und die Menschen in unserem Land an sie glauben und ihnen vertrauen." Bush werde mit den Marine-Soldaten zu Mittag essen. Die USA und Großbritannien haben in der Golfregion bereits etwa 150.000 Soldaten zusammengezogen, um gegebenenfalls Irak mit militärischer Gewalt abzurüsten.

Zuvor will Bush vor Mittelständlern für sein Wirtschaftsprogramm werben. Bush will über Steuersenkungen im Volumen von 695 Milliarden Dollar die Konjunktur ankurbeln.

Franks unterrichtet Bush über Irak-Aufmarsch

Der auch für die Golfregion zuständige US-General Tommy Franks will nach einem Bericht der "Washington Post" am Donnerstag Präsident George W. Bush über den Stand der Truppenkonzentration in der Golfregion unterrichten.

Franks werde dann wenig später nach Katar reisen, wo die USA für den Fall eines Irak-Kriegs ein vorgeschobenes Kommandozentrum errichtet haben. Ein Sprecher der zuständigen Central Commands war zunächst nicht zu erreichen.

Wie die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Militärangehörige, die mit den Einsatzplanungen in Irak vertraut sein sollen, weiter berichtete, operieren bereits zwei US-Spezialeinheiten in Irak und in den Grenzgebieten, um Vorbereitungen zu treffen, die einen schnellen Vormarsch von Bodentruppen erleichtern sollen. Die beiden Gruppen, über deren Mannschaftsstärke nichts bekannt wurde, seien bereits seit einem Monat im Einsatz. Sie knüpften auch Kontakte zu irakischen Oppositionsgruppen. Bestandteil der Aufgaben sei auch, im Erstfall den Abschuss von Raketen aus dem Irak gegen Israel zu verhindern. (Reuters)

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