Deutscher Regulator: Heuer keine Rückforderung von UMTS-Lizenzen

12. Februar 2003, 20:25
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Nur vier von sechs Lizenznehmern betreiben UMTS-Pläne weiter

Nicht genutzte UMTS-Lizenzen werden von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vor Ende des Jahres nicht zurückgefordert. Der Präsident der Behörde, Matthias Kurth sagte am Mittwoch in Bonn weiter, noch habe keines der ursprünglich sechs Unternehmen, die im August 2000 die UMTS-Lizenzen für insgesamt rund 50 Milliarden Euro ersteigert hatten, mitgeteilt, dass es die Lizenz nicht nutzen und deshalb freiwillig zurückgeben wolle.

Derzeit betreiben nur die vier großen Mobilfunkanbieter in Deutschland, Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 ihre UMTS-Pläne weiter. Quam hat sich bereits offiziell vom Markt zurückgezogen und Mobilcom hat den Aufbau seines UMTS-Netzes wegen seiner finanziellen Schwierigkeiten gestoppt. Kurth betonte, er werde diesen Unternehmen die bis Ende des Jahres laufende Frist "auf keinen Fall verkürzen". Sie hätten damit Gelegenheit, Erwerber oder neue Kapitalgeber zu finden.

Die Bestimmungen für die Vergabe der UMTS-Lizenzen verlangen, dass bis Ende des Jahres mindestens 25 Prozent der Bundesbürger mit dem neuen Mobilfunksystem versorgt werden können. Schafft ein Unternehmen diese Vorgabe nicht, fallen die Lizenz und die damit verbundenen Frequenzzuteilungen ersatzlos an den Staat zurück. Die großen Mobilfunkanbieter haben bereits Interesse an diesen Frequenzbereichen bekundet, da dies den Aufbau der Netze erleichtern würde.(APA/AP)

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