NASA-Chef: Keine Anzeichen vor dem Absturz

13. Februar 2003, 11:03
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Die Gesprächsprotokolle der Bodenkontrolle in den letzten Minuten wurden inzwischen veröffentlicht

Washington - Vor dem Absturz der Weltraumfähre "Columbia" hat es keinerlei Anzeichen auf lebensgefährdende Probleme gegeben. Das sagte NASA-Chef Sean O'Keefe am Mittwoch bei der ersten Anhörung zu der Shuttle-Katastrophe vor einem Kongressausschuss in Washington. O'Keefe äußerte sich zuversichtlich, dass die Weltraumbehörde NASA die Unglücksursache findet. Das Weltraumprogramm gehe weiter.

Die Kommission, die den Absturz der Raumfähre am 1. Februar über Texas untersucht, war am Dienstag zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten. Der Vorsitzende Harold Gehman versprach eine lückenlose Aufklärung. In der Kommission seien alle Experten vertreten, die in jüngster Zeit an Flugunfalluntersuchungen teilgenommen hatten.

Letzte Gesprächsprotokolle veröffentlicht

Die NASA veröffentlichte unterdessen die Gesprächsprotokolle der Bodenkontrolle in den letzten Minuten, bevor der Funkkontakt zur "Columbia" abbrach. Darin ist nur einmal "Columbia"-Kommandant Rick Husband zu hören, der eine Anweisung bestätigt: "Roger, uhh...". Das waren die letzten Worte aus der Raumfähre.

Die NASA versuchte danach mehrfach und immer dringender, wieder Kontakt mit den Astronauten aufzunehmen. Vor dem letzten Kontakt mit Husband verzeichneten die Bodeningenieure den Ausfall mehrerer Messgeräte an Bord der Fähre. Niemand reagierte alarmiert darauf. Zwischen dem Geräteausfall und dem Abbruch des Funkkontakts lagen nur wenige Minuten. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    NASA-Chef Sean O'Keefe sagt vor dem Ausschuss aus.

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