Klestil bietet Hilfe im Ortstafel-Streit

13. Februar 2003, 12:49
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Vertreter der Kärntner Slowenen bat den Bundespräsidenten auch um Hilfe für Minderheitenradio - Slowenen treten in 24 Gemeinden an

Wien - Am Mittwoch ersuchten Vertreter der Kärntner Slowenen Bundespräsident Thomas Klestil um Hilfe im Ortstafel-Streit sowie für den Volksgruppensender Radio dva. Ein Phasenplan sehe laut Bernard Sadovnik, Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, vor, dass man vorerst 148 Ortstafeln anbringe, über die man sich bereits einig sei.

Zu Landeshauptmann Jörg Haider, der "unzählige zweisprachige Ortstafeln" befürchtet, meinte Sadovnik, dass man "hier Emotionen schürt".

Der Bundespräsident sagte zu, Jörg Haider, ORF-Chefin Monika Lindner und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu kontaktieren, um den langfristigen Fortbestand von Radio dva zu sichern.

Bei den Kärntner Gemeinderatswahlen am 9. März wird die politische Slowenen-Vertretung, der Enotna Lista, in 24 Orten kandidieren. Derzeit hält die Liste 56 Mandate.

Vom ganz anderen Ende des politischen Spektrums wird die Tochter von Jörg Haiders politischer "Ziehmutter" Kriemhild Trattnig antreten: Christa Hintermann, eine Vertreterin des deutschnationalen Lagers, kandidiert für die FPÖ in Arriach, Bezirk Villach-Land. (APA, mad/DER STANDARD, Printausgabe, 13.2.2003)

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    Der Bundespräsident greift im Streit um die Ortstafeln ein

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