Italien: Wissenschaftler demonstrieren gegen Kürzungen

12. Februar 2003, 16:46
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Befürchtung: Reformen der Regierung im Forschungsbereich könnten Abwanderung von ExpertInnen zur Folge haben

Rom - Hunderte von italienischen Wissenschaftern haben am Mittwoch (heute) vor dem Parlament in Rom gegen ein Reformprojekt der Regierung Berlusconi demonstriert, das ihrer Ansicht nach der wissenschaftlichen Entwicklung Schranken setzen wird. Dem Projekt zufolge werden die Finanzierungen für den Nationalen Forschungsrat (CNR) stark gekürzt. Das größte öffentliche Forschungszentrum Italiens soll nach einer Reform von Bildungsministerin Letizia Moratti tiefgreifend umstrukturiert werden. Vier Forschungsinstitute, die bisher unabhängig waren, werden unter die CNR-Obhut gestellt, was zur Streichung mehrerer Arbeitsplätze führen wird.

Im Vergleich investiert Rom zu wenig in Forschung

Der Protest wird von den prominentesten Wissenschaftern und Ärzten in Italien unterstützt. "Wir werden immer weniger Geld für unsere Forschung haben", sagte ein Sprecher der Demonstranten. Er warnte vor der Gefahr einer massiven Auswanderung italienischer Forscher und Wissenschafter ins Ausland, wo die Gehälter wesentlich höher seien. Die Demonstranten betonten, dass im Vergleich zu anderen EU-Partnern wie Deutschland und Frankreich Rom im Durchschnitt wesentlich weniger in Forschung investiere. (APA)

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