Partnersuche für "Tiroler Tageszeitung" wird bald konkret

12. Februar 2003, 14:42
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Aufsichtsrat Buob: Verhandlungen werden nun aufgenommen - Keine Auskunft über potenzielle Partner - Maximal 50 Prozent zu haben

Die Partnersuche der "Tiroler Tageszeitung" (TT) geht nun in eine konkrete Phase. "Bis jetzt wurde 'sondiert', nun werden Verhandlungen aufgenommen", sagte der Schweizer Anwalt Ernst Buob, der die Familie Moser im TT-Aufsichtsrat vertritt, am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Die Familie Moser hatte im Dezember des Vorjahres die Anteile des deutschen Springer-Konzerns zurückgekauft, der bis dahin zu 65 Prozent an der TT beteiligt war.

Russ gemeinsamt mit deutschen Partnern

Mit wem nun verhandelt werden soll, wollte Buob nicht sagen. Medienberichten zufolge sollen sich sowohl Eugen A. Russ ("Vorarlberger Nachrichten") gemeinsam mit deutschen Partnern als auch die Südtiroler Athesia-Gruppe ("Dolomiten") einen Einstieg vorstellen können. "Aus diesen Regionen ist Interesse bekundet worden", meinte Buob dazu nur. Für die Styria Medien AG ("Kleine Zeitung", "Die Presse") wäre indes eine Beteiligung in Tirol "kein Thema", wie Styria-Vorstand Horst Pirker unlängst in einem Interview mit dem Branchenmagazin "Horizont" sagte.

"Wir stehen nicht unter Zeitdruck"

Eine Deadline für die Verhandlungen gebe es nicht, sagte Buob. "Wir stehen nicht unter Zeitdruck." Grundsätzlich werde angepeilt, im Laufe des Jahres einen Partner zu finden, "konkret rechne ich mit dem Sommer". Die Mehrheit wolle die Familie Moser aber nicht mehr abgeben, bestätigte er: Verhandelt werde über maximal 50 Prozent. Den Wert der Anteile wollte er nicht beziffern. Einen kolportierten Betrag von über 50 Mio. Euro "kann ich nicht bestätigen". (APA)

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