Cisco Österreich setzt auf Boom bei IP-Telefonie

12. Februar 2003, 14:00
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Initiative für Vernetzung von Unternehmen und Privathaushalten - Einstieg in das Speichergeschäft geglückt

Cisco Österreich, Tochter des internationalen Netzwerkspezialisten Cisco Systems, sieht heuer vor allem in den Bereichen IP-Telefonie, Sicherheit und mobiles Arbeiten enormes Wachstumspotenzial. Zulegen will das Unternehmen auch im relativ neuen Geschäftsfeld Speichersysteme.

Ziel

Mit einer neuen Lösung im Bereich IP-Telefonie sollen vor allem Klein- und Mittelunternehmen (KMU) mit bis zu 48 Mitarbeiter adressiert werden. "Diese neuen Technologien greifen aufgrund des Kostendrucks zuerst bei Großkunden", erklärte Günther Brand, General Manager von Cisco Österreich, heute, Mittwoch, im Rahmen der Wiener IT-Fachmesse "exponet" im Gespräch mit der APA. KMU könnten nun aber ebenfalls die Vorteile der IP-Telefonie nutzen, ohne sich einen Server anschaffen zu müssen.

Hoffnungen

Es reiche, lediglich ein Softwarepaket in den - meist ohnehin vorhandenen - Router einzuspielen. Dass sich Erfolge bei den Klein- und Mittelunternehmen einstellen, sei sicher eine Frage der Zeit. "Warum sollte eine Tischlerei mit acht Mitarbeitern, die einfach nur telefonieren wollen, und wo ein noch vier Jahre laufender Service-Vertrag besteht, wechseln? Ich weiß es nicht", so Brand.

Dennoch habe IP-Telefonie strategische Vorteile, erklärte Ralf Tschanun, Sales Manager Cisco Österreich. Neben der Kostenreduktion sei hier vor allem die Integration von Sprache, Video und Daten hervorzuheben. Durch neue Angebote könnten Fußballergebnisse ebenso am Telefon-Display abgelesen werden, wie der im Outlook-Terminkalender eingetragene Ort des anstehenden Meetings. Die durchschnittliche Wachstumsrate im Bereich IP-Telefonie in Österreich betrage laut IDC zwischen 2001 und 2006 beachtliche 62,6 Prozent, so Tschanun. Cisco habe zurzeit einen Marktanteil von 55 Prozent in Westeuropa vorzuweisen.

Wachstum

Durch die steigende Anzahl von mobilen Mitarbeitern und die Komplexität der Netzwerke werde auch der Sicherheitsbereich zu einem Wachstumsmarkt. So hätten heimische Unternehmen allein im vergangenen Jahr 13,45 Millionen US-Dollar für Security ausgegeben. Heuer soll dieser Wert bereits bei 18,81 Millionen US-Dollar liegen. Mit der "Cisco Mobile Office-Initiative" (CMO) wolle man durch den Einsatz drahtloser Netzwerke in Unternehmen, aber auch Privathaushalten und öffentlichen Gebäuden, das "mobile Büro" verwirklichen. Eingesetzt werde CMO bereits von Parlament, Volksoper, Bad Kleinkirchheim oder dem Energieversorger EVN.

Der erst im August 2002 verlautbarte Einstieg in das Geschäftsfeld Storage Area Networking (SAN) sei auf der Hand gelegen und habe bereits zu "riesigem Interesse" geführt. "Einerseits sind wir mit unserer Netzwerktechnologie schon in den Unternehmen, andererseits müssen wir in Hinblick auf die erreichten Marktanteile bei Routern und Switches weiter wachsen. Das erwarten nicht zuletzt die Analysten", erklärte Brand. Für diesen Bereich prognostiziere die IDC in Österreich eine Wachstumsrate von 35 Prozent in den Jahren 2001 bis 2005. (APA)

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