Telegate startet Telefonauskunft in Österreich unter 118800

12. Februar 2003, 13:28
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Weitervermittlung in 25 Länder zu allen Nummern zum selben Tarif möglich - Ab März auch Weckruf, Kino- und Wetterinfo über Mehrwertdienstnummern

Der deutsche Telefonauskunftanbieter Telegate, der neben Deutschland auch in Italien, Spanien, Großbritannien und den USA tätig ist, bietet ab heute, Mittwoch, seine Dienste auch in Österreich unter der Nummer "118800" an. Bis Ende 2003 rechne man in Österreich mit einer Million Anrufe und einem Marktanteil von 5 Prozent in dem vorwiegend von der Telekom Austria und der CLC dominierten österreichischen Auskunftsmarkt, hieß es bei einem Pressegespräch in Wien.

Kosten

Ende 2003 will Telegate in Österreich den Break Even erreichen. Ein Anruf kostet 1,352 Euro pro Minute, die Abrechnung erfolgt sekundengenau. Bei der Telekom Austria (118877) und der CLC (118899) kostet die Telefonauskunft vergleichsweise ebenfalls 1,35 Euro pro Minute.

Persönliches

Bei Telegate gebe es keine automatische Nummernansage, alle Anrufe würden persönlich beantwortet, sagten Telegate-Vorstandsvorsitzender Andreas Albath und Telegate Österreich-Geschäftsführer Olaf Geppert. Ebenso wenig werde vor einen Anruf eine Tarifinformation per Band – wie etwa derzeit bei der Telekom Austria-Auskunft – vorgeschaltet, Tarifinfos gebe es im Internet und unter einer Mehrwertdienstnummer. Die Auskunft der Nummer erfolge mündlich oder auf Wunsch gratis auch per SMS, E-Mail oder Fax.

Vermittlung

Telegate vermittle auf Wunsch auch an den gewünschten Teilnehmer in Österreich oder in 25 andere Länder zu allen Nummern (auch Mehrwertdienstnummern) – zum selben Tarif – weiter, so Geppert. Die Anrufe in Österreich werden allerdings nicht hier zu Lande, sondern in einem Callcenter im deutschen Wismar abgewickelt, wo mehr als 120 Mitarbeiter "auf österreichische Besonderheiten geschult" worden seien.

Ab März will Telegate neben Rufnummern und Adressen auch andere Dienste – wie Weckruf, Kino- und Wetterinfo – unter Mehrwertdienstnummern anbieten. Auch die Übernahme von Auskunftsdiensten für andere Unternehmen werde geprüft, so Geppert.

Profil

Die 1996 gegründete und seit April 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Telegate setzte 2001 rund 135 Millionen Euro um. 2002 werde auf Grund des ausgebliebenen Erfolgs in den USA wegen der noch immer nicht erfolgten Liberalisierung ein Umsatzrückgang erwartet, genaue Zahlen werden Ende Februar bekannt gegeben. Die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5 bis 10 Millionen Euro für 2002 sei am "oberen Rand" erfüllt worden. Im Zuge der in den vergangenen beiden Jahren erfolgten Restrukturierung sank die Mitarbeiterzahl von 3.400 auf 2.800 Beschäftigte, das Geschäft in den USA wurde massiv reduziert.

Telegate gehört zu 64,5 Prozent dem italienischen Gelbe Seiten-Anbieter Seat Pagine Gialle, 7 Prozent stehen in Besitz des Firmengründers Klaus Harisch, 28,5 Prozent befinden sich im Streubesitz. (APA)

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