ÖBB-Telekom-Tochter will insolvente Profinet übernehmen

12. Februar 2003, 13:21
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Deal soll bis Ende Februar stehen

Wien - Die Telekom-Tochter der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die ÖBB Telekom Service GmbH, will den in den Ausgleich geschlitterten Wiener Internetprovider Profinet übernehmen. Die ÖBB-Tochter sei ein langjähriger Partner der Profinet, diese Übernahme wäre damit "eine logische Konsequenz", sagte Profinet-Geschäftsführer Peter Sattler zur APA. Der Deal bedürfe noch der Zustimmung des Masseverwalters und soll bis Ende Februar 2003 endgültig stehen.

Durch die Übernahme der Profinet und deren Tochter Plus Communications HandelsgmbH durch die ÖBB Telekom Services "wäre die weitere Erbringung der Dienste ohne Qualitätseinbußen im derzeitigen Umfang gewährleistet", meint Sattler. Die ÖBB Telekom Services, die seit Oktober 2001 eine Mietleitungskonzession hat, betreibt ein eigenes Datennetzwerk, das für den Bahnbetrieb genützt wird.

Konkurs

Über die Profinet war vom Handelsgericht Wien am 27. Jänner 2003 der Konkurs eröffnet worden. Über die Höhe der Aktiva und Passiva des Unternehmens liegen laut KSV bisher noch keine Daten vor. Gestern, Dienstag, fand die erste Gläubigerversammlung statt. Die Profinet-Gläubiger können ihre Konkursforderungen bis 27. März anmelden, die Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde für den 10. April anberaumt.

Die Profinet und ihre Tochter Plus Communications hatten infolge der Aufkündigung der Verträge durch die Telekom Austria (TA) und deren Androhung, Profinet von ihren Netzen trennen zu wollen, Konkurs angemeldet. Laut TA hat Profinet den überwiegenden Teil der Rechnungen aus dem Jahre 2002 und Forderungen aus dem Jahre 2001 bis heute nicht beglichen, die Forderungen belaufen sich auf einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag. (APA)

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