Sozialistische Jugend Oberösterreichs beklagt mangelnde Dstanz der VP zur Vergangenheit

12. Februar 2003, 12:10
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VertreterInnen der Sozialistischen Jugend Oberösterreichs (SJ) beteiligten sich am zwölften September um 8.00 Uhr im Hof des ehemaligen Hotel Schiff, Landstraße 36, an der Gedenkfeier für die Opfer des 12. Februar 1934. Im Anschluss an diese, fand noch ein Gedenken am Bulgariplatz, zu Ehren des hingerichteten Anton Bulgari statt.

Für den Landesvorsitzenden der Sozialistischen Jugend OÖ, Simon Weiß, hat dieses Gedenken einen ganz besonderen Stellenwert. „Auch viele GenossInnen der Sozialistischen Arbeiter Jugend (SAJ) fanden bei den Februarereignissen den Tod!“ bedauert Weiß.

Distanz gefordert

Dass der Hauptverantwortliche für diese Morde, Engelbert Dollfuss, noch immer in der Ahnengalerie der ÖVP hängt ist für den Landesvorsitzenden ein Skandal sondergleichen. „Die ÖVP will sich bis heute nicht von diesem Austrofaschisten und Wegbereiter des Nationalsozialismus distanzieren.“

„Es zeugt von keinem großen Demokratieverständnis der ÖVP, wenn diese es nicht schafft sich von einem faschistischen Diktator zu distanzieren!“ so Simon Weiß.

„Die Geschichte ist dazu da, um aus ihren Fehlern zu lernen und nicht sie mit aller Härte zu verteidigen. Und das sollte sich auch die VP zu Herzen nehmen.“ schließt Weiß. (red)

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