Ehrenbär für Anouk Aimee

13. Februar 2003, 21:41
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Auszeichnung des Lebenswerks der "melancholischen Diva"

Berlin - Die Berlinale stand am Donnerstag ganz im Zeichen der französischen Film-Diva Anouk Aimee. Anlässlich der Vorführung des Films "Lola" (1969) wurde der 70-jährigen Schauspielerin am Abend der Goldene Bär für ihr Lebenswerk verliehen, die Laudatio hielt der Schauspieler August Diehl.

In Jacques Demys Filmklassiker spielt Aimee eine Nachtclubsängerin, die einen Freund aus Kindertagen wiedertrifft und mit ihm schmerzhafte Erinnerungen austauscht. Die französische Schauspielerin gilt als "melancholische Diva" und Star des europäischen Films. Sie spielte in Klassikern wie Federico Fellinis "La dolce vita" (1959) und in Claude Lelouchs "Ein Mann und eine Frau" (1966).

Die Schauspielerin, die mit 14 Jahren ihr Filmdebüt gab, steht bis heute vor der Kamera. Erst kürzlich verkörperte sie im Fernseh-Mehrteiler "Napoleon" Letizia Bonaparte. Frankreich ehrte seinen Star im vergangenen Jahr mit dem Cesar, im Jahr 2000 bekam die Schauspielerin einen Oscar für ihr Lebenswerk.

Die als Nicole Francoise Dreyfus in Paris geborene Schauspielerin heiratete vier Mal, unter anderem den britischen Schauspieler Albert Finney. Heute lebt sie zurückgezogen in ihrem Haus im Pariser Bezirk Montmartre. (APA/dpa)

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    Paris 2002: César für Lebenswerk an Anouk Aimee, Überreicher war Claude Lelouch

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