Israel erklärt Bethlehem zu militärischem Sperrgebiet

12. Februar 2003, 08:44
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Zwei bewaffnete Palästinenser getötet - Gespräche mit Palästinensern kurzfristig verschoben

Bethlehem/Jerusalem - In Bethlehem wurde nach israelischen Militärangaben ein israelischer Offizier erschossen, der in der Nähe der Geburtskirche auf Streife gewesen sei. Die Armee habe daraufhin eine Ausgangssperre über Bethlehem verhängt und Wohnungen von Palästinensern durchsucht, teilte die Armee mit. Aus Furcht vor terroristischen Anschlägen hatte Israel am Dienstag die Bewegungsfreiheit in den besetzten Gebieten eingeschränkt. Die vollständige Absperrung gilt bis zum Ende des islamischen Opferfestes Eid el Adha am Freitag.

Israelische Armee tötet zwei bewaffnete Palästinenser

Die israelische Armee hat in der Nacht auf Mittwoch im Gaza-Streifen zwei Palästinenser getötet. Die beiden bewaffneten Männer hätten gemeinsam mit einem dritten Angreifer versucht, in die jüdische Siedlung Dugit im nördlichen Gaza-Streifen einzudringen, hieß es. Die Soldaten hätten das Feuer auf sie eröffnet und zwei der drei Angreifer getötet, sagte ein Militärsprecher. Die Palästinenser hätten Granaten und Messer bei sich gehabt. Der dritte Mann sei vermutlich verletzt worden.

Gespräche mit Palästinensern kurzfristig verschoben

Ein für Dienstag geplantes Gespräch zwischen israelischen und palästinensischen Regierungsvertretern wurde kurzfristig verschoben. Als Grund nannte ein Sprecher von Ministerpräsident Ariel Sharon technische Gründe. In der vergangenen Woche war Sharon erstmals seit einem Jahr wieder mit Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde zusammengekommen, was der Hoffnung auf eine Erneuerung von Waffenstillstandsgesprächen Auftrieb gab. (APA/AP/Reuters)

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