Palästinenser: Achtjähriger im Westjordanland erschossen

11. Februar 2003, 21:34
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Heckenschützen töten Offizier in Bethlehem - Israelisch-palästinensische Gesprächsrunde abgesagt

Jerusalem - Israelische Soldaten haben nach palästinensischen Angaben im Westjordanland einen achtjährigen Buben erschossen. Die Palästinenser erklärten, die Truppen hätten am Dienstag zwei Häuser in Kalkilia umstellt. Der Bub sei im Feuergefecht getötet worden. Zuvor hatte Israel die besetzten Gebiete abgeriegelt, obwohl ursprünglich wegen des islamischen Opferfestes Reiseerleichterungen für die Palästinenser in Kraft treten sollten. Das Verteidigungsministerium verwies auf Warnungen vor Terroranschlägen.

In Bethlehem eröffneten nahe der Geburtskirche palästinensische Heckenschützen das Feuer auf ein israelisches Militärfahrzeug. Nach Medienberichten wurde dabei ein Israeli getötet. Der Zwischenfall ereignete sich gegenüber der Geburtskirche Christi. Die israelischen Streitkräfte verhängten daraufhin ein Ausgehverbot in der Stadt.

Ein neuer Versuch, einen Waffenstillstand zwischen beiden Seiten zu vereinbaren, wurde am Dienstag abgesagt. Das geplante Treffen des palästinensischen Innenministers Hani el Hassan mit Dov Weisglass, dem Generaldirektor im Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, fand nicht statt. Als Grund für die Absage wurden technische Gründe genannt. Sharons Sprecher Arnon Perlman erklärte, das Gespräch solle in den kommenden Tagen nachgeholt werden. (APA/AP/dpa)

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