Rechenzentren berechenbar machen

11. Februar 2003, 20:03
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Informationstechnologie-Messe Exponet zeigt Lösungen für komplexe Infrastrukturen

Der Aufgabendruck auf Rechenzentrumsleiter wächst ständig. Neue Software soll schnell und effizient implementiert werden, trotz unterschiedlicher Plattformen müssen viele Applikationen systemübergreifend arbeiten. Nach Untersuchungen des Martforschungsinstituts Gartner wächst deshalb der Markt für Software von so genanntem Job- Scheduling, also dem termingerechten Management und Bereitstellen von Daten, stetig um etwa fünf Prozent im Jahr. Das Marktvolumen beträgt weltweit knapp 400 Mio. Dollar, in Europa sind es 151,9 Mio. Dollar (rund 150 Millionen Euro).

Weltweit führende Lösungsanbieter in dem Segment sind IBM mit Tivoli, BMC, Computer Associates sowie das relativ junge österreichische Unternehmen SBB Software. "Wir adressieren die Großunternehmen wie AUA, Telekom Austria oder Magna, die ein eigenes Rechenzentrum unterhalten", sagt SBB-Vizepräsident Manfred Zeilinger. Zunehmend greifen aber auch Provider auf solche automatisierten Datenmanagementsysteme zurück, die auf verschiedenster Hardware laufen, unterschiedliche Betriebssysteme und verschiedenste Anwendungen - von Datenbankanwendungen bis hin zu Unternehmenssoftware à la SAP - unterstützen müssen. "Ziel ist, dass unterschiedliche Plattformen und Standards unter einer gleichen Verwaltungsschicht kontrolliert werden können", erklärt Josef Wolf, Sales Manager von Anbieter Computer Associates.

Computer Associates reklamiert für sich, 97 Prozent der heimischen Rechenzentren von Banken und Versicherungen als Kunden zu haben - wobei die dazugehörigen Support- und Servicesverträge relativ lange, nämlich bis zu fünf Jahre, laufen. Allerdings würden auch zunehmend Klein- und Mittelbetriebe mit einem Stand ab zehn Servern ein unterstütztes Management benötigen. Computer Associ- ates bietet im Rahmen des Produkts Unicenter verschiedene Module an, die Netzwerk- und Systemmanagement erleichtern.

Bei SBB glaubt man, dass der Markt aufgrund der zunehmenden Komplexität der Informationstechnologie Systeme in allen Branchen immer bedeutender wird. Jedenfalls konnte das Unternehmen in den letzten Jahren um jeweils 50 Prozent zulegen; im Vorjahr wurden rund 17 Mio. Euro umgesetzt. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD Printausgabe, 12. Februar 2003)

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