Sesshaft geworden: "Jazzit" Salzburg

12. Februar 2003, 10:22
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Die bekannteste Salzburger Marke in Sachen avancierter Improvisationsmusik feiert seinen ersten Geburtstag

Aus "Jazz im Theater" wurde Jazzit: Vor einem Jahr mutierte die bekannteste Salzburger Marke in Sachen avancierter Improvisationsmusik endgültig zum hippen, vieldeutigen Akronym. Nach 21 Jahren als Gast in diversen Kulturstätten der Mozartstadt, vor allem im einst namensgebenden Kellerlokal der Elisabethbühne, waren Andreas Neumayr und Susanne Ehl veranstalterisch sesshaft geworden:

Das ehemalige KPÖ-"Volksheim" unweit des Hauptbahnhofes, das nach dreijährigen Adaptierungsarbeiten bezogen wurde, avancierte seither zum wichtigsten Kristallisationspunkt der Salzburger Jazzszene. Und straft damit jene Lügen, die behaupten, es gäbe sie - auch bedingt durch das Fehlen einer einschlägigen Ausbildungseinrichtung - nicht. DJ-Lines, Sessions und Konzerte zwischen Elektronica, Jazz und ethnischer Musik - eine Welle von über 100 Terminen spülte gleich im ersten Jahr knapp 12.000 Besucher ins neue Klang-Domizil. Durchaus repräsentativ für die Ausrichtung (heimische Szene und weite Welt), gibt sich das Programm des kommenden ersten Geburtstagswochenendes:

Während am Samstag Lokalmatadore vom Schlage der Formationen K3, DidgeGrooveCompany und Soulcircus sowie der DJs Eliot und Aegyd die Post abgehen lassen, reist sonntags Akkordeonist Krzysztof Dobrek mit seinem polnisch-deutsch-brasilianisch-russischen "Bistro" an, in dem Musette-Walzer und Tango mit slawischen Melodien flirten. (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 12.2.2003)

Service

Jazzit, 5020 Salzburg,
Elisabethstraße 11,
(01) 960 96

Sa, 15.2., 20.00
So, 16.2., 17.00

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