Eudora hat drei Monate Zeit

11. Februar 2003, 18:45
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Waschmaschinenhersteller braucht binnen Quartalsfrist Investor

Wels/Wien - "Konkurs muss nicht unbedingt das Aus bedeuten, er kann auch ein Neuanfang sein." Bei dem auf Konkurs-Waschgang schleudernden Waschmaschinenhersteller Eudora ist man bedacht, die Wogen zu glätten. Diese waren am Freitag nach der Ankündigung, man habe Konkurs angemeldet, hoch gegangen. "Die Produktion werden wir in Österreich vermutlich nicht halten können", heißt es in einer Aussendung.

Eudora-Geschäftsführer Franz Wetzlmaier wird etwas konkreter: Die Produktion für die nächsten drei Monate sei gesichert. Das bedeutet, dass noch rund 6000 Geräte vom Band laufen und der Bedarf an Ersatzteilen für die nächsten zehn Jahre produziert wird. Danach ist alles offen - zumindest für die rund 70 Mitarbeiter in der Produktion. "Innerhalb dieser drei Monate soll entschieden werden, wie es weitergeht", sagt Wetzlmaier.

Zu teuer

In Österreich dürfte es eher nicht weitergehen, weil zu teuer. "Dringend notwendig ist eine Fünf-Kilo-Waschmaschine im Programm", sagt Wetzlmaier.

Die freien Aktiva betragen 3,076 Millionen Euro, die unbesicherten Passiva 8,738 Mio. €, womit die Überschuldung rund 5,6 Mio. € beträgt. Laut Eudora-Anwalt Ernst Chalupsky beträgt die theoretische Quote für die Gläubiger (vor Verfahrenskosten) rund 35 Prozent. (ung, DER STANDARD, Printausgabe 12.2.2003)

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