Blair rutscht wegen Haltung zu Irak ins Umfragetief

11. Februar 2003, 16:12
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Labour nur noch knapp vor den Konservativen

London - Die Umfragewerte der britischen Labour-Party von Premierminister Tony Blair haben den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht, unter anderem wegen der Irak-Krise. Ein Drittel der Befragten gaben laut einem Bericht der Tageszeitung "Times" vom Dienstag an, ihre Zustimmung zu Blairs Politik habe wegen seiner Unterstützung der US-Position gegenüber dem Irak abgenommen.

Laut der Umfrage im Auftrag der "Times" unterstützen nur noch 35 Prozent der Befragten die Politik der Labour-Partei. So schlecht waren die Umfragewerte der Regierungspartei zuletzt im September 2000, als eine Benzinpreis-Erhöhung heftige Proteste auslöste. Labour liegt jetzt nur noch knapp vor der konservativen Partei, wie die Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Populus ergab.

Fast drei Viertel (74 Prozent) der 1.004 Befragten glauben, dass der irakische Regierungschefs Saddam Hussein Waffen versteckt, und 68 Prozent meinen, dass sein Regime weiterhin nach dem Erwerb von Massenvernichtungswaffen strebt. 59 Prozent stimmten der Aussage zu, Irak unterstütze den internationalen Terrorismus. Andererseits waren nur 34 Prozent der Meinung, dass die britische und die amerikanische Regierung überzeugende Argumente für einen Krieg gegen den Irak vorgebracht haben. 86 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, den Waffeninspekteuren mehr Zeit zu geben. (APA)

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