Irak will Papst nach Bagdad einladen

11. Februar 2003, 14:18
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"Ein Segen für unser Land"

Rom - Die Führung in Bagdad plant nach Angaben des irakischen Botschafters beim Vatikan, Papst Johannes Paul II. zu einem Besuch in Bagdad zu bewegen. Vermutlich werde Vizepremier Tarek Aziz eine Einladung aussprechen, wenn er am Freitag im Vatikan vom Papst empfangen wird. "Ein Papstbesuch wäre ein Segen nicht nur für unser Land, sondern für die Sache des Friedens in der ganzen Welt", sagte der irakische Botschafter Amir Alambari der römischen Zeitung "La Repubblica" (Dienstag-Ausgabe). Ein Besuch wäre "ein Zeichen der Solidarität auf höchster Ebene".

Das 82-jährige Kirchenoberhaupt gilt als strikter Gegner eines militärischen Angriffs auf Bagdad. Der Papst wollte schon im Jahr 2000 in den Irak reisen, musste seine Pläne aber aufgeben. Offiziell wurden dafür technische Schwierigkeiten angegeben. Inoffiziell hieß es, die USA hätten sich gegen einen Besuch gesperrt. Derzeit ist der französische Kurienkardinal Roger Etchegaray auf dem Weg nach Bagdad, um mit dem irakischen Staatschef Saddam Hussein zu sprechen. Er will ihm auch eine Papstbotschaft überreichen. Darin fordert der Papst den Irak auf, abzurüsten und so einen Krieg abzuwenden. (APA/dpa)

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