Gefahr einer Umweltkatastrophe im Kattegat gebannt

11. Februar 2003, 14:07
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Auf Grund gelaufener Öltanker vor Dänemark freigeschleppt

Die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Kattegat ist endgültig gebannt: Der in der vergangenen Woche vor Dänemark auf Grund gelaufene Öltanker "Acushnet" wurde am Dienstag nach Angaben der Marine wieder freigeschleppt. Im Laufe des Tages sollte der einwandige US-Tanker im dänischen Hafen Kalundborg überprüft werden.

Damit ist das tagelange Zittern um das Schicksal des mit rund 35.000 Tonnen Diesel beladenen Schiffes beendet, das am Freitag nahe der Insel Samsö auf Grund gelaufen war. Schuld daran war nach Angaben aus Marinekreisen wahrscheinlich menschliches Versagen.

Gefahr einer Umweltverschmutzung gebannt

Die Gefahr einer Umweltverschmutzung sei gebannt, teilte die Marine mit. Der unter der Flagge der Bahamas fahrende Tanker der Gesellschaft Acushnet Shipping war auf dem Weg von Litauen in die USA, als er am Freitag im Kattegat - der Verbindung zwischen Ost- und Nordsee - auf Grund lief. Rettungsversuche brachten zunächst nichts. Zuletzt war erst am Sonntag ein Versuch gescheitert, den Tanker freizubekommen. Am Dienstag in der Früh klappte es endlich.

Einwand-Tanker

Da es bei sich bei der 1981 gebauten "Acushnet" um einen so genannten Einwand-Tanker handelte, weckte das Unglück sofort Erinnerungen an die "Prestige", die im November vor Spanien mit mehr als 70.000 Tonnen Schweröl an Bord gesunken war und eine Umweltkatastrophe ausgelöst hatte.

Daraufhin entflammte erneut die Diskussion über ein Verbot dieser alten Tanker. Modernere Schiffe haben eine Doppelwand, so dass ihre Fracht besser vor einem Auslaufen geschützt ist. Nach derzeitigen EU-Beschlüssen sollen die gefährlichen Einwand-Tanker allerdings erst 2015 endgültig aus dem Verkehr gezogen sein. Viele Mitgliedsländer wollen diese Frist nun verkürzen. (APA/AFP)

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