"Kunstlinie" U 3 in Wien Mittelpunkt am Welttag der Fremdenführer

11. Februar 2003, 13:33
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21. Februar: Gratisführungen durch Museumsquartier, Gasometer, Theatermuseum und Heeresgeschichtliches Museum

Zum 14. Welttag der Fremdenführer am 21. Februar wird kulturinteressierten Touristen in Wien auch heuer ein spezielles Programm geboten. Die "Kunstlinie" U 3 und die an der U-Bahnlinie liegenden Attraktionen Museumsquartier und Gasometer sollen den Gästen im Rahmen von kostenlosen Touren näher gebracht werden.

Gratisführungen

Spezielle Führungen werden auch durch das Theatermuseum und für Blinde und Sehbehinderte durch das Heeresgeschichtliche Museum angeboten, sagte Sabine Janik vom Verein geprüfter Fremdenführer am Dienstag bei einer Pressekonferenz. An diesem Tag wolle man auf die Wichtigkeit ihres Standes hinweisen, meinte die Fremdenführerin Bibiane Horsky. Schließlich hänge es von den Fremdenführern ab, "wie ein Gast Wien verlässt und was er mitnimmt".

Mit "blauem Auge davongekommen"

Das vergangene Jahr sei für die Tourismusbranche nicht ganz einfach gewesen, gestand Johann Szegö, Präsident des Fremdenführer-Vereins ein. Die Terrorangst und das Hochwasser in Deutschland habe man auch in Österreich "teilweise gespürt". Man sei aber mit einem "blauen Auge davongekommen".

Ca. 1.000 Fremdenführer in Österreich

Österreichweit gibt es etwa 1.000 Fremdenführer. Über 600 davon sind in der Bundeshauptstadt angesiedelt. "Wir sehen uns als Kulturvermittler", sagte Janik. Als Treffpunkt (10.00, 10.30 und 14.30 Uhr) habe man heuer die U-Bahn-Station Volkstheater ausgewählt, weil dies eine "Schnittstelle" für Museums- und Theaterbesucher sei und sich schon aus der Gestaltung der U3 eine "Zeitreise" durch Wien ergebe.

Nach einer kurzen Tour durch die Station werden alternativ Führungen durch das Museumsquartier und die Gasometer angeboten. Gerade bei den Gasometern könne man die "Umwandlung vom Traditionellen zum Neuen" zeigen, meinte Janik.

Auf reges Interesse seien in den vergangenen Jahren die Angebote für Blinde gestoßen, so Horsky. Im Vorjahr habe es bereits über 90 Teilnehmer gegeben. Diesmal steht der Besuch des Heeresgeschichtlichen Museum auf dem Plan, wo aus diesem Anlasse wieder die Ausnahme zur Regel wird: Das Berühren der Gegenstände ist nämlich erlaubt. (APA)

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