Echerer für "Nägel mit Köpfen"

11. Februar 2003, 13:02
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Schwarz-Grün für Europaparlamentarierin aus europäischer Sicht spannende Lösung

Straßburg - Positive Signale für eine Koalition zwischen ÖVP und Grünen hat am Dienstag die Grüne Europaparlamentariererin Mercedes Echerer aus Straßburg gesendet. Sie sehe darin "eine sehr, sehr gute Möglichkeit" für die Grünen, "Nägel mit Köpfen zu machen". "Wenn wir es schaffen, einige grüne Prioritäten zu kommunizieren und die ÖVP in diesen Punkten auf unsere Seite zu bekommen, glaube ich, wäre es eine sinnvolle Variante", meinte Echerer auf Koalitionsfragen von Journalisten am Rande einer Sitzung des Europaparlaments.

Für die EU-Parlamentarierin wäre Schwarz-Grün auch "aus europäischer Sicht eine spannende Lösung". Noch nie sei eine solche Variante in Europa so laut öffentlich angedacht worden. Aus ihrer Sicht würde dadurch der "christlich-soziale Flügel in der Grünen Partei aufgeweckt und gestärkt".

Prioritäten setzen

In einer Koalition mit der ÖVP, so Echerer weiter, würden die Grünen zwar nicht alle Anliegen umsetzen können, man müsse sich daher auf vier bis fünf Prioritäten konzentrieren, "die wichtig sind". So sei etwa im Umweltbereich "einiges möglich". Sie persönlich wünsche sich außerdem eine grundlegende Reform in der Kulturpolitik. Geldflüsse müssten umverteilt werden.

Ob sie persönlich für eine künftige Regierung zur Verfügung stünde, darüber habe sie noch nicht nachgedacht, sagte Echerer. Der zweite Grüne Europaparlamentarier Johannes Voggenhuber ist diese Woche nicht in Straßburg. Er ist zu Koalitionsverhandlungen in Wien. (APA)

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    Die grünen Euro-Parlamentarier Echerer und Voggenhuber

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