Ministerin Gehrer plant Ausweitung der Frauenförderung

11. Februar 2003, 13:05
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Bundes-Gleichbehandlungsgesetz feiert 10-jähriges Bestehen

Wien - Das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz feiert am 12. Februar sein 10-jähriges Jubiläum. Seit der Beschlussfassung ist das Gesetz ein Meilenstein für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst und hat damit auch Vorbildwirkung für die Privatwirtschaft. "Frauenförderung ist mir ein besonderes Anliegen. Bei gleicher Qualifikation von Frauen und Männern sollen Frauen bevorzugt in Führungsfunktionen bestellt werden. Und zwar solange, bis Frauen 52 Prozent aller Spitzenpositionen besetzen", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer am Dienstag.

Frauenförderung an den Unis

Damit auch an den vollrechtsfähigen Universitäten die Frauenförderung ein zentrales Thema bleibt, wurde im neuen Universitätsgesetz die Frauengleichbehandlung in vollem Umfang übernommen und weiterentwickelt. So wird das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz hinkünftig für alle Angehörigen der Universität Geltung haben. Der Arbeitskreis für Gleichbehandlung ist mit umfassenden Möglichkeiten ausgestattet. So hat ein Einspruch bei Grund zur Annahme, dass eine Diskriminierung bei Entscheidungen vorliegt, aufschiebende Wirkung.

Uni-Frauenbeirat geplant

Zur Erhaltung von Frauennetzwerkstrukturen, die den ganzen Universitätsbereich Österreichs betreffen, plant Gehrer die Einrichtung eines Uni-Frauenbeirates. Dieser soll sie laufend über die Verwirklichung der in den künftigen Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten fest-zuschreibenden gesellschaftlichen Zielsetzung "Erhöhung des Frauenanteils in leitenden Funktionen an den Universitäten" informieren und beraten. (red)

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