Katholische Sozialakademie fordert "Armutsmilliarde"

11. Februar 2003, 11:10
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Appell an künftige Regierung

Wien - Die Katholische Sozialakademie Österreichs (KSÖ) fordert von der künftigen Regierung eine "Armutsmilliarde". Dafür müssten nur 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufgewendet werden, damit könnte all jenen Personen wirkungsvoll geholfen werden, die 20 Prozent oder mehr unter der Armutsgrenze leben, heißt es in einer Aussendung der KSÖ vom Dienstag.

Die KSÖ appelliert an die verhandelnden Parteien, in der nächsten Legislaturperiode dem EU-Ziel Armutsbekämpfung besondere Priorität einzuräumen und im Regierungsübereinkommen ein entsprechendes Maßnahmenpaket vorzusehen. Die Armutsmilliarde sollte teil eines neuen, wirkungsvollen "Nationalen Aktionsplan gegen Armut" sein. In Österreich leben derzeit rund 900.000 armutsgefährdete Personen. Zu den besonders Betroffenen zählen Pensionisten, Mehrkindfamilien, Alleinerzieher und Langzeitarbeitslose. (APA)

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