Deutsche Telekom will 600 Stellen mehr in Konzerholding abbauen

11. Februar 2003, 09:41
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Ein Teil der Stellen soll in die Festnetztochter T-Com verlagert werden

Die Deutsche Telekom will Zeitungsberichten zufolge bis zum Sommer große Teile ihrer Konzernverwaltung verkleinern und dabei mehr Stellen als zunächst bekannt gegeben abbauen.

3000 Stellen würden gestrichen

Rund 3000 Stellen in der Konzernholding würden gestrichen und ein kleiner Teil der Arbeitsplätze in die vier Konzernsparten verlagert, berichten sowohl die "Financial Times Deutschland" (FTD) als auch das "Handelsblatt" in ihren Dienstagausgaben unter Berufung auf Konzernkreise. Die Dachgesellschaft, die derzeit rund 4000 Menschen beschäftigt, solle nach dem Umbau noch knapp 1000 Mitarbeiter haben. Ein Teil der Stellen soll in die Festnetztochter T-Com verlagert werden. Auf der Vorstandssitzung am Dienstag werde das Gremium voraussichtlich zu den Plänen erste Entscheidungen treffen, schrieb die FTD weiter. Der Umbau der Dachgesellschaft habe vor allem Folgen für Zentralabteilungen wie Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, Recht und Kommunikation.

Weltweit 43.000 Stellen bis 2005 weniger

Bereits im November hatte der damalige Interims-Chef der Telekom Helmut Sihler bekannt gegeben, 2400 Stellen in der Hauptverwaltung zu streichen. Insgesamt sollen den Plänen zufolge bis 2005 weltweit 43.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Insgesamt beschäftigt die Telekom 256.000 Mitarbeiter.

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte im vergangenen Monat die Umbildung des Konzernvorstands abgeschlossen. Mit dem Schritt will er den Konzern dezentralisieren und vor allem den vier Geschäftssparten Festnetz, Systeme, Mobilfunk und Internet mehr Bedeutung geben.(APA/Reuters)

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