Haftstrafe für deutschen Rechtsextremisten Roeder bestätigt

10. Februar 2003, 20:24
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73-Jähriger hatte auf NPD-Parteitag gegen "gezielte Rassenvermischung" gewettert

Karlsruhe - Der wegen Volksverhetzung und Beleidigung verurteilte deutsche Rechtsextremist Manfred Roeder muss ein Jahr und neun Monate ins Gefängnis. Der deutsche Bundesgerichtshofs bestätigte in einem am Montag veröffentlichten Beschluss das Urteil der ersten Instanz. Der heute 73-Jährige hatte 1998 bei einem Parteitag der rechtsextremen NPD die Zuwanderung von "Russland-Juden" beklagt und erklärt: "Jeder, der gezielte Rassenvermischung betreibt, ist ein gottloser Lump, ein Teufel." Den damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, nannte er ein "Großmaul".

Das Landgericht Rostock erklärte, Roeder sei ein "unbelehrbarer politischer Überzeugungstäter". Wegen zahlreicher einschlägiger Vorstrafen lehnte das Gericht eine Bewährungsstrafe ab. (APA/dpa)

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    Landgericht Rostock: Roeder ist ein "unbelehrbarer politischer Überzeugungstäter"

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