"Direktzahlungen dauerhaft absichern"

11. Februar 2003, 12:36
2 Postings

Molterer: Agrarreform bis Mitte des Jahres

Wien - "Unsere unverrückbare Position ist, dass die Direktzahlungen als fixer Bestandteil der Agrarpolitik dauerhaft abgesichert werden müssen." Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer präsentierte am Montag jene Kriterien, die aus österreichischer Sicht in den Verhandlungen über die EU-Agrarreform umgesetzt werden müssten.

Die dynamische Weiterentwicklung der Landwirtschaft müsse gesichert werden, so der Minister im Hinblick auf den historischen Bezugszeitraum, der künftig für die Berechnung der Förderungen herangezogen werden soll. Auch das angestrebte Ziel der Verwaltungsvereinfachung dürfe nicht aus den Augen verloren werden.

Zum vor allem in Österreich heftig umstrittenen Vorschlag der "Entkoppelung" von Prämienzahlungen und Produktion sagte Molterer, dass diese nur für die Menge, nicht aber für die Produktionsleistung gelten dürfe. Diese Punkte seien der Maßstab, an dem die Verhandlungsergebnisse gemessen werden müssten.

Einig zeigten sich Molterer und EU-Agrarkommissar Franz Fischler beim Zeitplan. Man wolle bis Mitte des Jahres zu einer Entscheidung über die Kommissionsvorschläge kommen, um den Bauern Planungssicherheit zu geben.

Fischler verteidigte die Entkoppelung erneut. Die Bauern würden künftig "kein völlig freies Einkommensstandbein" haben, da die Entkoppelung Gegenleistungen wie etwa die verbesserte Einhaltung von Umwelt- und Tierschutzstandards vorsehe. (zwi/DER STANDARD, Printausgabe, 11.2.2003)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Wilhelm Molterer

Share if you care.