Swisscom-Mitarbeiter demonstrieren gegen Stellenabbau

10. Februar 2003, 19:32
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Auch 38-Stunden-Woche gefordert

Mehr als 550 Swisscom-Angestellte haben am Montag in verschiedenen Schweizer Städten an Protestpausen teilgenommen. Damit wollten sie der Einführung der 38-Stunden-Woche Nachdruck verleihen und gegen den laufenden Stellenabbau protestieren.

In Zürich versammelten sich am Morgen rund 150 Swisscom-Angestellte für eine Stunde auf dem Helvetiaplatz. Mit Transparenten und Flugblättern unterstrichen sie ihre Forderungen nach einer 38-Stunden-Woche anstatt eines Stellenabbaus.

Laut Jean-Marc Eggenberger, Zentralsekretär der Gewerkschaft Kommunikation, werden weitere Kundgebungen stattfinden, sollten die geplanten Gespräche zwischen der Swisscom und den Gewerkschaften vom kommenden Donnerstag keine Lösungen bringen.

In Freiburg und Zollikofen legten rund 50, in Gossau 40 Angestellte für zwei Stunden die Arbeit nieder. Es handle sich um Angestellte von Swisscom Systems und Cablex, sagte Fritz Schenk, Regionalsekretär Bern der Gewerkschaft Kommunikation. In Genf gingen fast 300 Swisscom-Angestellte auf die Strasse.

Ziel der Protestaktion sei es zu zeigen, dass mit einer Arbeitszeitverkürzung auf 38 Stunden pro Woche 700 bis 800 Arbeitsplätze erhalten werden könnten, unterstrich Schenk. Der Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation, Alain Carrupt, spricht auf Anfrage von bis zu 850 der 1000 gefährdeten Stellen, die man erhalten könnte. (APA/sda)

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