Michael Graff ist "echt verblüfft"

10. Februar 2003, 17:27
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Der ÖVP-Haudegen bezeichnet die Wiener Grünen als "ständige Keppler und Wadlbeißer"

Wien - "Echt verblüfft" ist der frühere ÖVP-Generalsekretär Michael Graff darüber, dass seine Partei mit den Grünen Regierungsverhandlungen führt. Grünen-Chef Alexander Van der Bellen "gefällt mir gut", teilt er in der "Kleinen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) mit, für "furchtbar" hält er aber die Wiener Grünen, die gegen die Regierungsverhandlungen sind: "Das sind ständige Keppler und Wadlbeißer."

"Dass die ÖVP ernstlich mit den Grünen verhandelt, stand nicht in meinem Drehbuch", meint Graff. Bisher habe er "immer geglaubt, das Ganze ist Teil einer Schüssel-Strategie und es läuft wieder auf die - unter Anführungszeichen - bewährte Koalition mit der FPÖ hinaus".

Schwarz-Blau wäre nach Meinung von Graff "sofort" möglich, "so viele Leute, dass sie eine Regierung besetzen können, werden sie wohl noch haben". Graffs Analyse der Situation in der FPÖ: "Haupt möchte Klubobmann werden, Prinzhorn in die Regierung." Was ihm ganz gut gefiele: "Prinzhorn wäre sicher ein Juckpulver für die mitunter noch immer zünftlerische Wirtschaftsseite in Österreich." (APA)

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