Bulgarien: Ex-König Simeon unter Beschuss

10. Februar 2003, 16:45
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Erneut sind sechs Abgordnete aus der Partei von Ministerpräsident Sakskoburggotski ausgetreten

Sofia - Sechs Parlamentarier der in Bulgarien regierenden Nationalen Bewegung von Ex-König Simeon II. haben die Fraktion verlassen. Grund dafür ist Kritik an der Regierungspolitik und der Fraktionsführung. Die sechs Abgeordneten hätten zusammen mit vier Unabhängigen einen Antrag auf Bildung einer neuen Fraktion gestellt, teilte die Pressestelle des Parlaments am Montag mit. Die neue Fraktion soll nach Angaben ihrer Gründer "Nationales Ideal für Einheit" heißen.

Trotzdem hat die Koalition der Nationalen Bewegung von Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski zusammen mit der Türkenpartei (DPS) eine absolute Parlamentsmehrheit. Sie verfügt noch über 129 von insgesamt 240 Mandaten. Es ist die zweite Abspaltung von der Nationalen Bewegung, die nach der Wahl im Juni 2001 ursprünglich 120 Sitze hatte. (APA/dpa)

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    Die "Koalition der Nationalen Bewegung" von Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski verfügt über eine knappe Mehrheit im bulgarischen Parlament

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