USA erwägen radikalen Umbau der Truppenpräsenz in Europa

10. Februar 2003, 17:45
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Große Stützpunkte in Deutschland sollen aufgegeben werden - Reduzierung der Soldatenzahl

Washington - Die USA wollen ihre Truppenpräsenz in Europa radikal umbauen und große Stützpunkte in Deutschland zu Gunsten kleinerer Einheiten aufgeben. Das berichteten US-Kongressabgeordnete nach der Rückkehr von der Sicherheitskonferenz in München. An den Plänen arbeite der neue NATO-Oberbefehlshaber und Kommandeur der US-Truppen in Europa, General James Jones, berichteten US-Zeitungen am Montag.

Jones wolle die Zahl der zurzeit rund 100.000 US-Soldaten in Europa senken, berichteten Mitglieder der Kongress-Delegation, die Jones am vergangenen Freitag in Brüssel getroffen hatten. Jones stelle sich "Stützpunkte, wo Material gelagert und eine Rumpfmannschaft stationiert wird", vor, sagte Senator John McCain der "Washington Post". Die US-Einheiten sollten zudem öfter ausgewechselt werden. Damit könne Geld für Schulen und Wohnraum für Familien gespart werden.

Die Pläne hätten nichts mit der jüngsten Verstimmung zwischen den USA und Deutschland zu tun, betonten die Abgeordneten. Über eine Änderung der Truppenstärke in Europa werde seit dem Ende des Kalten Krieges nachgedacht. Das US-Außenministerium hatte Berichte in polnischen Medien, dass die USA Stützpunkte aus Deutschland nach Polen verlegen wollten, vor zwei Wochen noch dementiert. (APA/dpa)

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    Die USA wollen sich aus Europa teilweise verabschieden

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