Kurzfilmpreise von Clermont-Ferrand vergeben

12. Februar 2003, 10:44
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Versinkende, spielende und herumirrende Menschen aus Norwegen, Großbritannien und Frankreich

Paris - Der Norweger Hans Petter Moland, der Brite Dave Mc Kean und die Französin Dodine Herry Grimaldi sind in den drei Sektionen (International, Digitalfilm, National) des Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand (Auverge), das heuer zum 25. Mal in der zentralfranzösischen Stadt stattgefunden hat, mit einem Grand Prix ausgezeichnet worden. An dem offiziellen Wettbewerb, der Samstagabend mit der Preisverleihung abgeschlossen wurde, beteiligten sich 189 Produktionen aus 50 Ländern. Österreich war dabei durch den experimentellen Kurzfilm "I'm a Star!" von Stefan Stratil vertreten.

Versinkende, spielende und herumirrende Menschen

Moland wurde für seine 9-minütigen Streifen "De beste gar forst" ("Die Einheit macht die Kraft") prämiert, der die Geschichte von neun Greisen erzählt, die einer jungen Frau begegnen, die gerade dabei ist, in einem Sumpf zu versinken. Die Französin Dodine Herry Grimaldi siegte mit dem 52-minütigen Film "La patience d'une mere" ("Die Geduld einer Mutter"), in dem eine Ehefrau ihren Mann dazu bringt, das "Kind" zu spielen, dann allerdings die Kontrolle über die Situation verliert. Der Digitalfilm "N(eon)" des Briten Mc Kean zeigt 28 Minuten lang einen in Venedig herumirrenden Mann.

Insgesamt besuchten etwa 130.000 Menschen das Festival, bei dem rund 500 Filme vorgestellt wurden. Besondere Retrospektiven waren Deutschland, Algerien und Venedig gewidmet. Mitglieder der Jurz waren heuer unter anderen der Filmproduzent Rene Cleitman und der Schullehrer Frederic Lopez, der in "Etre et avoir" von Nicolas Philibert bekannt wurde. (APA)

  • Mc Kean: "N(eon)"
    foto: clermont-filmfest

    Mc Kean: "N(eon)"

  • Grimaldi: "La patience d'une mere"
    foto: clermont-filmfest

    Grimaldi: "La patience d'une mere"

  • Moland: "De beste gar forst"
    foto: clermont-filmfest

    Moland: "De beste gar forst"

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