Blair: Irak ist die "tyrannischste Diktatur" der Welt

10. Februar 2003, 17:46
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Britischer Premier verteidigt Bereitschaft zu Irak-Krieg

Paris - Die irakische Regierung von Saddam Hussein ist nach Ansicht des britischen Premierministers Tony Blair die "brutalste und tyrannischste Diktatur in der Welt". Diese Stellung habe der Irak "seit dem Sturz der Taliban" in Afghanistan, heißt es in einem Beitrag Blairs für die Pariser Tageszeitung "Le Monde" (Dienstagsausgabe). Blair bekräftigt darin seinen Willen, einen "dritten Weg" zwischen traditionell linker und rechter Politik zu gehen.

Zur Irak-Krise erklärt der Chef der britischen Labour-Partei, er habe kein Verständnis dafür, wenn Linke über das Ende Saddam Husseins "Tränen vergießen würden". Unter dessen Regierung habe in erster Linie die irakische Bevölkerung zu leiden. Bereits im Kosovo- und im Afghanistan-Krieg "haben wir unsere Bereitschaft gezeigt, zur Verteidigung unserer Werte eine Militäraktion zu starten", heißt es in Blairs Beitrag weiter. Über die Zerstörung von Massenvernichtungswaffen und den Kampf gegen den Terrorismus hinaus müsse "die Perspektive erweitert werden", so dass "ebenso große Anstrengungen" auch für einen Frieden im Nahen Osten unternommen würden. Für Blair gehört dies ebenso wie ein Schuldenerlass für die Dritte Welt zu einer "modernen Sozialdemokratie", die sich um "internationale Solidarität" bemüht. (APA)

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    Blair, Tony

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