Auseinanderbrechen in der Ionosphäre

17. Februar 2003, 11:54
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San Jose/Houston - Die Raumfähre "Columbia" ist nach neuesten Erkenntnissen in einem bisher kaum erforschten Teil der Erdatmosphäre auseinander gebrochen. Das Unglück habe sich in der so genannten Mesosphäre zwischen fünfzig und achtzig Kilometern Höhe ereignet, teilte das Raumfahrtforschungszentrum FMA in Fort Collins im US-Staat Colorado mit. Diese Schicht der irdischen Lufthülle wird von Klimaforschern auch als Ignorosphäre bezeichnet, da über sie bisher nur wenige gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

In der Mesosphäre seien in der Vergangenheit zahlreiche Himmelserscheinungen und elektrische Phänomene beobachtet worden, für die es noch keine Erklärung gebe, sagte FMA-Präsident Walt Lyons. Die extrem kalte Schicht sei nur schwer zu erforschen, da sie auf Grund ihrer Höhe nicht mit Flugzeugen und Ballons zu erreichen sei. Zur Erforschung mit Satelliten sei sie hingegen zu niedrig, und die Luft sei zu schwer.

Ionosphäre

Wegen der Anwesenheit zahlreicher freier Elektronen - oder Ionen - wird die Mesosphäre auch als Ionosphäre bezeichnet. Ob sie mit dem "Columbia"-Unglück zu tun hatten, ist laut Lyons bislang unklar: "Dort oben könnten Dinge vorgehen, von denen wir nicht die leiseste Ahnung haben und die wir einfach nicht verstehen können." Die US-Raumfahrtbehörde analysiert derzeit auch eine Amateuraufnahme, die die "Columbia" kurz vor dem Unglück in der Mesosphäre in 63 Kilometern Höhe über Kalifornien zeigt. (APA/AP)

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