Falsche Polizeikontrolle

10. Februar 2003, 13:21
posten

Führerscheinloser mit Blaulicht unterwegs

Wien - Rene E. hatte keinen Führerschein, arbeitete jedoch auf einem Autoplatz. Eine Tages überraschten ihn Freunde mit einem "Geschenk": einem Blaulicht, um "etwaigen Polizeikontrollen zu entgehen". E. nahm sein Scherzgeschenk aber ernst - und führte beim nächsten Autofahrer, der in ärgerte, eine "Kontrolle samt Einsatzblaulicht" durch. Rene E. wurde wegen Amtsanmaßung angeklagt und am Montag am Landesgericht Wien zu drei Monaten unbedingt verurteilt.

Alkoholkontrolle

"Nicht nur, dass er sich mittels falscher Visitenkarte als ein Beamter außer Dienst ausgewiesen hatte, er wollte bei dem Lenker sogar eine Alkoholkontrolle durchführen", schüttelte Richter Gerhard Hutter den Kopf. Dem Autofahrer kam das komisch vor. Er verständigte die richtige Polizei.

Ausständige Verwaltungsstrafe

Rene E. bat den Richter inständig um Strafaufschub, da er nicht nur einer geregelten Arbeit nachging, sondern auch noch einiges abzusitzen hatte. "Eine Verwaltungsstrafe von 70.000 Euro haben Sie ja auch noch", sagte Hutter zu dem mehrfach Vorbestraften. Denn die Polizei schrieb den Autoverkäufer des Öfteren auf, wenn er bei seiner Arbeitsstätte - wegen Führerscheinmangels unerlaubt - aus der Einfahrt auf die Straße fuhr. E. nahm sich bisher immer Urlaub, um die Verwaltungsstrafe Stück für Stück im Gefängnis abzusitzen. (APA)

Share if you care.