Spam-Filter reizt britische Abgeordnete

10. Februar 2003, 12:20
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"System sollte abgeschaltet werden" - Diskussionen über Neuordnung des Sexual-Strafrechts zensiert

Britische Parlamentsabgeordnete leiden unter dem Spam-Filter für das Parlament. Wie die BBC berichtet, filtert die neu installierte Anwendung nicht nur unerwünschte E-Mails aus sondern blockiert auch Redebeiträge zum neuen "Sexual Offence"-Gesetz. Abgeordnete der Liberal Democrats fordern jetzt von der Regierung die Entfernung der Systems. "Es ist ein totales Desaster und sollte abgeschaltet werden", zitiert die BBC einen Sprecher der Partei.

Einrichtung

Die britische Regierung hat erst vor wenigen Wochen den E-Mail-Filter im Parlament installieren lassen. Das System soll vor allem verhindern, dass die E-Mail-Accounts der Abgeordneten von unerwünschten Mails überflutet werden. Der Filter sucht dabei nach Schlüsselwörtern wie Sex. Damit wurden aber auch Redebeiträge und Informationen für die Abgeordneten ausgefiltert, die zur selben Zeit über eine Neuordnung des Sexual-Strafrechts diskutierten. Inzwischen wurde der Filter soweit modifiziert, dass E-Mails mit den Worten "Sexual Offence" wieder passieren können. (pte)

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