Verbindlichkeiten von EMTS bei 17,3 Millionen Euro

10. Februar 2003, 09:44
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Mehrere Tochtergesellschaften akut gefährdet - Laut KPMG Finanzspritze von 5 Millionen Euro benötigt

Das börsenotierte Salzburger Handyservice-Unternehmen EMTS Technologie AG stehe am Rande der Insolvenz, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe. Die Verbindlichkeiten würden sich auf 17,3 Millionen Euro belaufen, Hauptgläubiger sei die Bank Austria Creditanstalt. Mehreren EMTS-Tochtergesellschaften drohe das unmittelbare Aus.

Absehbar

"Die Schweizer Tochtergesellschaft ist bereits in Konkurs, Frankreich wird folgen, die Niederlande sind schwer gefährdet, und auch in Österreich kämpfen wir gegen die Insolvenz", wird EMTS-Vorstandschef Christian Rosner im Bericht zitiert.

Verluste

In einem vertraulichen Bericht der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG vom 13. Dezember 2002 werde die Liquiditätsentwicklung im Konzern durchwegs negativ beurteilt, heißt es weiter. So habe allein die größte Konzerntochter, die Salzburger EMTS Austria GmbH, in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bei einem Umsatz von 14,89 Millionen Euro einen Verlust von 4,6 Millionen Euro Euro zu verzeichnen gehabt. Laut KPMG benötige die Gruppe dringend eine Finanzspritze in der Größenordnung von 5 Millionen Euro.

Vorwurf

Die Vorwürfe gegen den Unternehmensgründer und früheren EMTS-Vorstandschef Franz Guggenberger würden sich inzwischen mehren, so "profil". Der EMTS-Bilanzprüfer Deloitte & Touche habe seinen Bestätigungsvermerk für die Bilanz 2001 am Donnerstag dieser Woche mit Hinweis auf mutmaßliche Umsatzmanipulationen zurückgezogen. Guggenberger bestreite aber jedwede Unregelmäßigkeiten: "Ich habe nichts manipuliert. Alle Zahlen sind korrekt." (APA)

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