USA wollen China mit ins Spiel bringen

10. Februar 2003, 12:47
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Powell: Andere Staaten sollen bei Gesprächen eine Rolle spielen - "Das Problem muss ein für alle Mal gelöst werden"

Washington - US-Außenminister Colin Powell will Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang gemeinsam mit anderen Staaten führen. "Wir sollten Nordkorea nicht die Form der Gespräche bestimmen lassen", sagte Powell am Sonntag dem Fernsehsender Fox. "Ich denke, es wird letztlich Gespräche geben, aber ich denke, andere Staaten müssen dabei eine Rolle spielen."

Dieses Mal müsse das Problem "ein für alle Mal" gelöst werden, sagte Powell dem Sender NBC. Dabei müssten andere Staaten der Region einbezogen werden. Im TV-Sender ABC hob Powell in dem Zusammenhang China hervor, das neben Russland traditionell enge Beziehungen zu Nordkorea unterhält. Pjöngjang lehnte bislang die Einmischung anderer Länder ab und forderte direkte Gespräche mit Washington.

Mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms und der Aufkündigung eines 1994 geschlossenen Rahmenabkommens mit den USA, das den Verzicht auf nukleare Projekte mit Wirtschaftshilfe belohnte, erhöhte Nordkorea in den vergangenen Wochen den Druck auf Washington. Beobachtern zufolge will die bankrotte Führung in Pjöngjang in neuen Verhandlungen auch weitere Finanzhilfen durchsetzen. Das US-Verteidigungsministerium kündigte vor etwa einer Woche die Entsendung von zwei Dutzend Kampfbombern und etwa 2.000 Luftwaffensoldaten in die Region an. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will am Mittwoch erörtern, ob der UN-Sicherheitsrat eingeschaltet werden soll.(APA)

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    Powell: "Wir sollten Nordkorea nicht die Form der Gespräche diktieren lassen"

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